Am Samstag geht es für das American Football-Team im TSV Neu-Ulm um ganz Großes: Zum definitiven Spitzenspiel in der Football-Regionalliga Süd empfangen die Neu-Ulm Spartans die Nürnberg Rams. Tabellenerster gegen den Zweiten. Können die Spartans das Match gewinnen, ist die Liga-Meisterschaft in greifbarer Nähe – angesichts des vermutlich leichter zu bewältigenden Restprogramms (gegen die Nürnberg Hawks am 2. August und die Amberg Mad Bulldogs am 8. August).

Die Spartans erhoffen sich eine so volle Tribüne mit Fans, welche das Team lautstark unterstützen – „Schließlich haben wir in dieser Saison so toll performed, dass die Leute das durch guten Besuch honorieren“, heißt es aus der Mannschaft..
Die Ausgangslage am Samstag verspricht einen sportlichen Thriller: Beide Teams stehen mit nur einer Niederlage punktgleich in der Tabelle. Zwar haben die Spartans das Hinspiel in Nürnberg gewonnen, knapp mit 38:36, aber:
„Die Rams sind ganz klar der unangenehmste Gegner dieses Jahr“ so Spartans-Headcoach Daniel Koch zur Partie. „Sie haben eine sehr explosive Offense mit vielen Playmakern. Insbesondere die Kombination aus Quarterback (QB) David Keogh (#3) und Wide Receiver (WR) Kevin Jones (#8) ist stark und im Hinspiel hat uns zusätzlich Running Back (RB) Yaffily Trawalley (#13) sehr gefordert.“
Jones war erst in der Woche des Hinspiels zu den Rams gewechselt, nachdem er in der letzten Saison noch beim Ligakonkurrenten Amberg Mad Bulldogs in der Defense gespielt hatte. Bei den Rams ist er in den letzten Spielen zur Hochform aufgelaufen, mit sieben Touchdowns allein in den letzten beiden Partien.
„Für uns spricht, dass wir gegen die Verfolger aus Kirchdorf und Fürstenfeldbruck klarere Ergebnisse erzielen konnten als die Rams“, so Koch. Diese dritt- und viertplatzierten Teams hatten die Spartans mit 17 beziehungsweise 19 Punkten Unterschied sicher geschlagen. „Gegen beide mussten die Rams im vierten Viertel das Spiel noch drehen und gewannen beide Male in den letzten Minuten. ABER: Sie haben halt gewonnen und dabei gezeigt, dass sie kämpfen und mental stark sind.“
Die Kaderstärke könnte allerdings vor allem auch im Hinblick auf die Temperaturen für die Spartans sprechen: Sie werden zwar ein bis zwei Ausfälle bei den Passempfängern ersetzen müssen, ansonsten steht das Team voll im Saft und wird mit knapp vierzig Mann antreten. Die Rams waren dieses Jahr meist mit kleinem Kader unter 30 Spielern unterwegs; die Partie in Amberg beendeten sie letzte Woche mit 26 Mann. „Ich bin aber sicher, dass sie gegen uns alle Kräfte mobilisieren werden und vielleicht noch den einen oder anderen Spieler mehr mitbringen“ sagt Koch.

Es ist also alles bereit für eine unglaublich spannende Partie, für das Highlight der Saison. Die Spartans organisieren zusätzlich am Gameday das „Business-Huddle“. Partner und Unternehmen aus der Region sind zum Anfeuern und Netzwerken im separaten Bereich eingeladen. Dafür haben sich bisher etwa zwanzig Unternehmen angemeldet. „Wir haben uns hier dieses Jahr neu aufgestellt und wollen die Partner-Arbeit deutlich ausbauen. Auch im Hinblick auf die angepeilte mögliche GFL2-Saison in 2027“, erläutert Abteilungsleiter Frank Brenner.
Kickoff am Neu-Ulmer Muthenhölze ist am Samstag, 18. Juli um 16 Uhr.

Ob das Team am Samstag wieder so jubeln darf / kann wie in Nürnberg, als die Rams knapp geschlagen wurden?

