Aufgalopp Richtung Liga-Meisterschaft

Die Fans der Spartans können an den nächsten Wochenenden drei Mal klopfenden Herzens ins Muthenhölzle wandern: Seit langer Zeit stehen die American Footballer im TSV Neu-Ulm erstmals wieder an der Tabellenspitze der Regionalliga Süd. Die große Frage: Kann die in den letzten Auswärts-Matches eroberte Position verteidigt werden? Der Cheftrainer der Spartans, Daniel Koch, dazu: „Wir wollten uns diese Saison bewusst nicht zu sehr auf das Thema Aufstieg fokussieren. Die Entwicklung des Teams ist wichtig und auch des Vereins insgesamt. Gleichzeitig hat das auch Druck vom Team genommen, dass wir von Spiel zu Spiel gedacht haben. Das hat bisher so gut funktioniert, dass wir uns nun doch an der Tabellenspitze wiederfinden. Mit dem gleichen Fokus wollen wir uns aber auch weiterhin vor allem auf die eigene Leistung konzentrieren und Schritt für Schritt gehen.“


Der nächste Schritt und Sieg sollte am kommenden Wochenende zu erreichen sein, gegen die Amberg Mad Bulldogs. Da wird den Spartans von Experten eine 90prozentige Sieg-Wahrscheinlichkeit eingeräumt. Die Voraussetzungen sind nicht ideal, aber solide. Coach Koch meldet nach dem Dienstags-Training dieser Woche: „Der Kader wird wieder tiefer: Zwar fällt der wichtige Wide Receiver Tobias Spohn noch aus und ein weiterer WR ist mit Janne Endl noch fraglich, es sieht aber danach aus, dass er am Samstag auf dem Feld aktiv werden kann. Sicher fehlen wird TE Dominik Dewald. Dafür gibt es gute Nachrichten für das Run Game: Beide in den letzten Matches schmerzlich vermissten, beziehungsweise nur eingeschränkt einsetzbaren Schoger-Brüder werden die Offense Line wieder entscheidend verstärken und auch Felix Heinzmann kehrt hier zurück.“

Zwar sind die Mad Bulldogs Tabellenletzte, auf die leichte Schulter nehmen will der Spartans-Coaching Staff die Partie allerdings nicht. Der Hinspiel-Sieg in Amberg war nicht besonders glanzvoll, wurde allerdings mit einem Kader errungen, bei dem an sich gesetzte Spieler auf wichtigen Positionen fehlten – so zum Beispiel Spielmacher Hunter Sturgeon.

Koch: „Vor allem der amerikanisches Running Back  Denzel Campbell (#2) ist immer wieder gefährlich, sowohl als Läufer als auch im Pass-Spiel. In Amberg hat der Gegner lange gekämpft und spät noch gepunktet. Wir werden den Gast daher nicht unterschätzen.“

Das Heimspiel am kommenden Wochenende soll trotzdem „nur“ ein „Warmlaufen“ für die dann folgenden beiden Treffen im Dietrich-Lang-Sportzentrum abgeben. Zunächst für das Match am darauffolgenden Wochenende (04. Juli ) gegen die 2025 aus der 1. Bundesliga abgemeldeten und nach einem Jahr Pause nun in der 3. Liga den Neustart probierenden Kirchdorf Wildcats (aktuell Tabellendritter). Sollten die Spartans auch diesen Konkurrenten abschütteln können, steht am 18. Juli das Quasi-Endspiel an gegen die im Hinspiel in Nürnberg knapp geschlagenen, freiwillig aus der 2. Bundesliga in die Regio zurückgekehrten Rams. Das 38:36 der Spartans in Nürnberg ist die bisher einzige Niederlage des Tabellenzweiten, der damit wohl der härteste Mitbewerber um die Meisterschaft sein sollte.

Die Abteilungsleitung um Frank Brenner und Christian Vogellehner wünscht sich: „Die Hütte soll voll werden bei allen drei Spielen; wir sind an einem Extra-Programm dran. Für diese Woche ist der ‚Hearts & Helmets‘-Gameday angesagt: Gemeinsam möchten wir einen unvergesslichen Tag voller Football, Begegnungen und Gemeinschaft schaffen.“

Die Spartans laden dazu alle Wohngruppen der Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe und Pflegeheime sowie deren Mitarbeitende ein. Die Resonanz ist gut. Interessierte Einrichtungen können sich noch bis Freitag, 26. Juni per E-Mail melden  frank.brenner@neu-ulm-spartans.de.

Fotos vom Hinspiel: Roberto Benjamini