20.05.2018
Mehr Punkte gesammelt als drei andere Teams zusammen

Spartans-Nachwuchs liefert dem Liga-Primus aus Kempten über lange Zeit einen spannenden Kampf

Die A-Jugend der Neu-Ulm Spartans hatten am Wochenende in der U19 Jugend Bayernliga West die Allgäu Comets zu Gast. Der Nachwuchs des Erstbundesligisten aus Kempten, amtierender Bayerischer Meister, ließ den Neu-Ulmern nur in der ersten Halbzeit eine Chance. Mit einem Unentschieden ging es in die Pause. Aber vor allem im letzten Quarter ließen die Kräfte der Jung-Spartans einfach nach, so dass es am Schluss hieß:  20:49 (0:14 – 14:0 – 6:20 – 0:15)

Die Spartans hatten sich kaum Illusionen gemacht, hatten ein alles andere als leichtes Spiel erwartet. Doch wider Erwarten schlugen sie sich bis zur Halbzeit und sogar zunächst auch im 3. Quarter noch hervorragend; sie lieferten den Kemptnern einen erbitternden Kampf, kamen auf 20:21 heran, mussten aber dann der Stärke der Comets Tribut zollen. Der Bundesligisten-Nachwuchs konnte die Tatsache nutzen, dass er vom Kader her viel besser aufgestellt war, und spielte die personelle Stärke natürlich aus. Letztlich vermochten die Spartans gegen Ende des Matches konditionell kaum noch mitzuhalten. Also stand beim Apfiff auf dem Scoreboard das 20:49.

Spartans-HeadCoach Jonny Ritz räumt ein: „Das sieht vom reinen Punktestand her wie eine heftige Niederlage aus“, fährt dann aber relativierend fort: „Das Match lässt uns – wenn wir es insgesamt betrachten und bewerten – positiv, absolut positiv in die Zukunft blicken. Ich bin mit der Leistung des Teams zufrieden; das Ergebnis des Spiels war für mich zweitrangig. Ziel war es für uns in diesem Spiel, von einer überlegenen und gut gecoachten Mannschaft, wie es die Comets nun mal sind, so viel wie möglich zu lernen. Wir wollten es den Allgäuern auf keinen Fall leicht machen; das haben wir über drei Viertel des Spiels geschafft. Damit wurden meine Erwartungen, die wegen einiger Ausfälle auf unserer Seite nicht allzu hochgesteckt waren, sogar übertroffen.“

Ritz verweist dann darauf, dass in der laufenden Saison bislang keine andere Mannschaft gegen den verlustpunktfreien Liga-Primus mehr als einen Touchdown erzielt hat. „Da können sich unsere zwanzig Punkte doch wirklich sehen lassen, haben doch nur zwei der drei bisherigen Gegner je einen Touchdown gemacht, so dass die Comets bis zum Spiel gegen uns lediglich 14 Minus-TD-Punkte auf dem Konto hatten. Heißt für uns aber: weiterarbeiten, stärker werden, um im Rückspiel in Kempten das Match über die ganze Distanz, also bis zum Ende auch des letzten Viertels mindestens mal spannend zu machen!“

 

Text: pr4U

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